30.06.2017

documenta 14 Kassel - Agnes Denes The Living Pyramid

Naturgesetze verändern und dadurch neue Potenziale schaffen - "The Living Pyramid" von Agnes Denes, Nordstadtpark Kassel

Im Nordstadtpark in Kassel kann man während der documenta 14 'Die Lebende Pyramide' der Künstlerin Agnes Denes bestaunen. Bunte Blumen und Gräser türmen sich neun Meter hoch mit einer Grundfläche von ebenfalls 9x9 Metern. Agnes Denes ist in Budapest geboren und lebt nun in New York, wo sie ähnliche Projekte, wie The Living Pyramid veröffentlicht hat. Es ist nicht ihr erster Auftritt bei der documenta, denn schon bei der documenta 6, 1977, hat sie teilgenommen. Agnes Denes ist eine der ersten Konzeptkünstlerinnen überhaupt und eine Vertreterin der Land Art. Durch die Veränderung von Naturgesetzten will Denes neue Möglichkeiten aufzeigen und dem Publikum dynamischen Prozesse bewusst machen.

Konzept als Kunstwerk – die Idee verändert Landschaften zu Kunstwerken


Land Art und Konzeptkunst schließen sich nicht aus, ganz im Gegenteil, denn die Land Art beinhaltet extreme Konzepte. Mittels dieser Konzepte werden Landschaften zu Kunstwerken umgeformt. Wie auch in der Konzeptkunst soll es nicht Ziel sein, das fertige Werk des Künstlers in ein Museum zu hängen und an den meistbietenden im Kunstmark zu verkaufen. Die Künstler*innen erschaffen Objekte, bei denen die Idee im Vordergrund steht und nicht das ausgestellte Werk an sich.

The Living Pyramid – der stetige Wandel unserer Zeit – ein ewiger Prozess

 

Die Installation The Living Pyramid ist einem stetigen Wandel ausgesetzt und zeigt, auch durch das wechselnde Erscheinungsbild, wie ähnlich die Natur dem Menschen selbst ist. Schon jetzt sind meine Fotos von der Installation veraltet, da sich diese in der letzten Zeit wieder aus einem anderen Augenblick heraus neu erfindet. Ich bin schon gespannt wie sie aussieht, wenn ich das nächste mal auf der documenta 14 unterwegs bin. Mittels Denes dynamischen Serien zeigt sie, dass unsere Welt niemals stillsteht und alles einem ewigen Prozess durchläuft. Sie selbst sagt dazu: „in einer dynamischen, evolutionären Welt, in der Gegenstände Prozesse und Formen dynamische Muster sind, in der Maß und Konzepte relativ sind und die Realität sich endlos aneinanderreiht“.


 
The Living Pyramid (2015/2017)
Blumen, Gräser, Erde, Holz, Farbe

9 × 9 × 9 m
In Auftrag gegeben und präsentiert vom Socrates Sculpture Park, New York,
Nodstadtpark, Kassel


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